Der Becher der Gerechtigkeit…,

…(oder auch bekannt als Becher des Pythagoras), ist ein Trinkgefäß, welches seinen Benutzer dazu zwingt, nur moderat einzuschenken. Dank seiner Konstruktion erlaubt es der Becher seinem Benutzer, ihn bis zu einer bestimmten Höhe zu füllen. Wenn der Benutzer den Becher nur bis zu dieser Höhe befüllt, kann er sein Getränk in Ruhe genießen. Schüttet er noch mehr ein, dann läuft der gesamte Inhalt des Bechers unten aus. Mit diesem Becher, heißt es, wollte Pythagoras gierige Menschen Bescheidenheit lehren. (Quelle: Wikipedia)

In dem gestrigen Mieterhöhungsverfahren der Kopenhagener Straße 46 sprach auch die Richterin Recht nach dem Prinzip : “ Wer zu gierig ist , bekommt gar nichts !“

Diese Verhandlung verdient es nun, ein wenig genauer beschrieben zu werden.

Selbstsicher und erfolgsgewohnt traten Christmanns Edel-Anwälte in den vergangenen knapp 50 Gerichtsverhandlungen gegen die entmietungsresistenten Altmieter der Kopenhagener Straße 46 ja schon immer auf.

Als gestern dann aber der Anwalt, dessen Name nicht genannt werden darf, (…nennen wir den Rechts-Rapper hier einfach einmal Bossido…), mit 15 Minuten Verspätung Justizas Bühne betrat, klappten doch die Unterkiefer, nicht nur des zahlreich anwesenden Publikums, nach unten.

Verhnadlung Kopenhagener 46

Kopenhagener46 vor Gericht

Im sexy knappen Tennisdress wollte er anscheinend die Richterin mit seiner Pheromon geschwängerten Aura bezirzen.

Jedoch souverän und völlig unbeeindruckt von seinen sportlich-subtilen Avancen schickte sie des Christmanns Advokaten durch ihre harte Rückhand in wenigen Sätzen als Verlierer vom Platz !

Wie schon in vergangenen Urteilen, fielen Worte wie  „..kollusives Zusammenwirken, überhöhte Preise, Unwirtschaftlichkeit, und last but not least :  Klage Abweisung !!…“

Im sich anschliessenden Mietminderungsverfahren wurde dann auf die Vernehmung der anwesenden 5 Zeugen durch einen Vergleich verzichtet.

Was der als Geheimwaffe kurzfristig geladene, wegen Baugefährdung durch den Schornsteinabriss ( siehe  …legal ? illegal ?? – scheissegal !!!  ) ,mit einem Strafbefehl behaftete Bauleiter Lars P. zu Christmanns Verteidigung beitragen sollte, wird nun für immer ein Geheimnis bleiben.

Der trotz 5 Jahren Kopenhagener Strasse Medienberichterstattung immer noch etwas Kamerascheue Bossido wollte wohl doch schnellstmöglich den von jubelnden Besuchern und Kamerateams unmlagerten Platz verlassen und zumindest sein unterbrochenes Tennismatch erfolgreich zu Ende bringen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und ob sich die Christmann Brüder in einer Berufungsverhandlung die nächste Klatsche abholen wollen, wird die Zukunft zeigen !

Unser Tagestip zum „Herbst der Besetzungen “ ist :

Geht nicht nur zu den vielen anstehenden Demonstrationenauf die Strasse, (siehe:  alternativer Wohngipfel und Demo und Demo Prenz´lberg ), besetzt doch ruhig einmal eure eigene ,von Mieterhöhung, Entmietung, Vertreibung oder Zwangsräumung bedrohte Wohnung selbst ! Bleibt einfach in euren Wohnungen und zeigt den Entmietern, dass wir Menschen sind und durchaus in der Lage, schmerzhaft zurückzuschlagen wenn wir angegriffen werden !

Seid herzlichst gegrüßt von ADDI,

noch immer wohnhaft in der Kopenhagener Straße 46  im Prenzlauer Berg !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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