“Alt wie ein Baum, möchte ich werden….”

So trällerten die Puhdys im Osten in Jedermanns Ohr.

Heutzutage ist die Lebenserwartung  älterer Menschen und Bäume in Großstädten wie Berlin jedoch nicht mehr alleine von Gesundheit, Umweltfaktoren und Lebensführung abhängig.

Stehen Mensch oder Pflanze der Immobilienverwertungsindustrie im Wege, heißt es : Kampf oder Flucht.

(Wobei wir fairerweise sagen müssen, dass dem Baum die Fluchtoption  lediglich theoretisch per Gesetz zur Verfügung steht !)

Die älteste ehemalige Mieterin im Hause hatte als Kind erlebt, wie die beiden Kastanien im Hof gepflanzt wurden.

Alle Drei haben den zweiten Weltkrieg überlebt und sich danach bester Gesundheit erfreut.

In den Zeiten der Angriffe der Miniermotte haben die Mieter über Jahre das Laub selbst zur BSR gebracht, um die beiden  Bäume in ihrem berechtigten Kampf ums Überleben zu unterstützen.

Aber irgendwann ist die Zeit eines jeden Baumes oder Mieters in dieser Stadt abgelaufen.

Dann heißt es : “Geh weg oder ich mach dich platt .”

Zum Glück leben ja in der Kopenhagener 46  nur noch die letzten paar Hansl.

Es ist also kaum noch jemand da, der sich daran errinnern kann, wie angenehm es im Sommer ist, einen schattigen Hof zu haben, in dem die Kinder spielen, baden und einfach leben dürfen.

Und da die Zweige des Baumes die nunmehr aus Styropor bestehende Fassade massiv schädigen können, muss behördlicherseits natürlich, haha, die Genehmigung zur kompletten Fällung erteilt werden.bildschirmfoto-2016-10-30-ukopenhagener46-genehmigung-baumfa%cc%88llungm-10-35

 

Aber seien wir doch mal ehrlich,niemand aus dem tiefen Russland, Skandinavien, Bayern oder dem Schwarzwald kauft sich eine Wohnung in Berlin wegen der Natur!

Dann könnte er ja auch wegbleiben oder sich für das gleiche Geld einen …zig Hektar großen Hof auf dem Land kaufen.

So wird nun also kaum jemand die beiden 80 Jahre alten Kastanien vermissen.

Nun können alle friedlich leben, ohne dieses lästige Bienen Gesumme, Vogelgezwitscher am morgen  und Blätter Rauschen.

Wer das haben will, kann ja in den Zoo gehen oder einfach Berlin verlassen.

Es grüßen in tiefer Trauer

ADDI und Familie

 

Luis Fürnberg

Alt möcht ich werden wie ein alter Baum,
mit Jahresringen, längst nicht mehr zu zählen,
mit Rinden, die sich immer wieder schälen,
mit Wurzeln tief, dass sie kein Spaten sticht.

In dieser Zeit, wo alles neu beginnt,
und wo die Saaten aller Träume reifen,
mag wer da will den Tod begreifen –
ich nicht!

Alt möcht ich werden wie ein alter Baum,
zu den die sommerfrohen Wandrer fänden,
mit meiner Krone Schutz und Schatten spenden,
in dieser Zeit, wo alles neu beginnt.

Aus sagenhaften Zeiten möcht ich ragen, durch die der Schmerz hinging, ein böser Traum,
in eine Zeit, von der die Menschen sagen:
Wie ist sie schön! O wie wir glücklich sind!

kopenhagener46-mit-kastanien

 

kastanie-ade-kopenhagener-46

 

kopenhagener-46-ohne-baum

 

 

Alt möcht ich werden

Alt möcht ich werden wie ein alter Baum,
mit Jahresringen, längst nicht mehr zu zählen,
mit Rinden, die sich immer wieder schälen,
mit Wurzeln tief, dass sie kein Spaten sticht.

In dieser Zeit, wo alles neu beginnt,
und wo die Saaten alter Träume reifen,
mag wer da will den Tod begreifen
ich nicht!

Alt möcht ich werden wie ein alter Baum,
zu dem die sommerfrohen Wandrer fänden,
mit meiner Krone Schutz und Schatten spenden
in dieser Zeit, wo alles neu beginnt.

Aus sagenhaften Zeiten möcht ich ragen,
durch die der Schmerz hinging, ein böser Traum,
in eine Zeit, von der die Menschen sagen:
Wie ist sie schön! O wie wir glücklich sind

Louis Führberg

Alt möcht ich werden

Alt möcht ich werden wie ein alter Baum,
mit Jahresringen, längst nicht mehr zu zählen,
mit Rinden, die sich immer wieder schälen,
mit Wurzeln tief, dass sie kein Spaten sticht.

In dieser Zeit, wo alles neu beginnt,
und wo die Saaten alter Träume reifen,
mag wer da will den Tod begreifen
ich nicht!

Alt möcht ich werden wie ein alter Baum,
zu dem die sommerfrohen Wandrer fänden,
mit meiner Krone Schutz und Schatten spenden
in dieser Zeit, wo alles neu beginnt.

Aus sagenhaften Zeiten möcht ich ragen,
durch die der Schmerz hinging, ein böser Traum,
in eine Zeit, von der die Menschen sagen:
Wie ist sie schön! O wie wir glücklich sind

Louis Führberg

Alt möcht ich werden

Alt möcht ich werden wie ein alter Baum,
mit Jahresringen, längst nicht mehr zu zählen,
mit Rinden, die sich immer wieder schälen,
mit Wurzeln tief, dass sie kein Spaten sticht.

In dieser Zeit, wo alles neu beginnt,
und wo die Saaten alter Träume reifen,
mag wer da will den Tod begreifen
ich nicht!

Alt möcht ich werden wie ein alter Baum,
zu dem die sommerfrohen Wandrer fänden,
mit meiner Krone Schutz und Schatten spenden
in dieser Zeit, wo alles neu beginnt.

Aus sagenhaften Zeiten möcht ich ragen,
durch die der Schmerz hinging, ein böser Traum,
in eine Zeit, von der die Menschen sagen:
Wie ist sie schön! O wie wir glücklich sind

Louis Führberg

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