3+16=19

kop5Wie schonund du bist raus!” berichtet, wurde eine junge Familie am 31. 2.2014 aufgefordert ihre Wohnung innerhalb einer Woche zu räumen und herauszugeben. Grund sollte ein nichtwirksamer Mietvertrag sein, da dieser damals nur vom Sohn der Erbgemeinschaft Jahnke unterschrieben wurde.

Am 7.4. um 10:15 Uhr wurde Julia aus dem Hinterhaus zur Güteverhandlung ins Gericht geladen. Der Richter fand, dass die Gültigkeit des Mietvertrags aus demselben Grund anzuzweifeln sei. Julia musste mal kurz schlucken, für eine erste Erfahrung vor Gericht war das hart und ihr Vertrauen in das deutsche Gesetz ist wohl gerade etwas ramponiert. Am 28.05. wird eine Entscheidung gefällt – wir sind gespannt.

Unser Investor und sein Anwalt hingegen, sind nach dieser Verhandlung sehr zuversichtlich, was eine erfolgreiche Räumung angeht. So bekam auch Max aus dem Seitenflügel gestern bescheid, dass seine Duldungsklage gleich auf Räumungsklage umgestellt werde – und überhaupt bestehe von Ihrer Seite kein Grund für eine gütliche Einigung.

Da waren es auch schon 3… Fügen wir die 16 Kündigungen und Abmahnungen vom September 2013 hinzu, macht das 19 von 21 Mietparteien die seither aufgefordert wurden sich möglichst schnell aus der Kopenhagener 46 zu verziehen.

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht – aber woher sollen die “Neuen” wissen, dass es in der Erbengemeinschaft überhaupt eine Schwester gibt? Vielleicht hat die Schwester ihrem Bruder ja auch gesagt, er solle sich mal um diese Angelegenheiten kümmern, denn sie habe gar keine Lust dazu.

Oder soll man jetzt tatsächlich Einblick ins Grundbuch fordern, bevor man einen Mietvertrag unterschreibt? Das ist doch total verkorkst. Dieses latente Misstrauen das Menschen wie unser Investor und sein Anwalt streuen, scheint mir nicht wirklich unterstützenswert – reicht schon wenn die Kommunikation mit der Aussenwelt, dank ihrer “neuen Werte”, über Videofernsprechanlage laufen soll.

Ich würde mich vorsehen – das Karma, Sie wissen schon – nicht, dass unser Investor im nächsten Leben ein miserables Mieterdasein fristen muss…
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