Nachhaltigkeit?

Die von der Christmann Unternehmensgruppe angekündigte Wärmedämmung aus Hartschaum entwickelt, im Falle eines Brandes, giftige Zersetzungsprodukte wie Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Stickoxide und Styrol.
In den USA haben mehrere Bundesstaaten die Dämmung von Wohnimmobilien durch vorgefertigte Platten aus Polystyrol, Polyurethan, Glas- oder Steinwolle bereits verboten – um die Gesundheit der Bewohner vor Schimmelpilzbefall zu schützen.
In Oregon erfolgte das Votum der Politiker einstimmig: Alle 26 Senatoren entschieden schon im Juli 2007, dass fortan keine Wohnhäuser im Küstenstaat mehr mit einfachen Wärmedämmverbundsystemen ummantelt werden dürften. Demokraten und Republikaner in der Hauptstadt Salem waren sich einig, dass die in den USA Exterior Insulation and Finish Systems, kurz EIFS, genannten Wärmedämmverbundysteme gravierende Krankheiten auslösen können.(Quelle Wikipedia) 

Und so sieht das dann aus, wenn es wirklich mal brennt: http://www.youtube.com/watch?v=ekD7vq18suA&feature=youtu.be

Und auch sonst kein Fitzel Nachhaltigkeit in dieser Modernisierungsankündigung – noch ein Grund sie nicht einfach zu akzeptieren und den Weg freizumachen.

Auszüge der Argumentation gegen einige Punkte der Modernisierungsankündigung im VH 2 OG.:

1) Einbau einer zentralen Gasheizungsanlageå
Die Kosten des in der Modernisierungsankündigung genannten Zuschlags von XXX,45 Euro für den Einbau der zentralen Gasheizungsanlage für unsere Wohnung zweifeln wir jedoch an und werden ein Gegenangebot veranlassen.
Wir dulden diese Maßnahme unter der Voraussetzung einer Überprüfung der anberaumten Kosten.

2) Einbau einer zentralen Warmwasserbereitungsanlage mit Solarvakuumanlage
Wir erheben Einwand gegen die in der Modernisierungsankündigung errechneten Kosten.
Wir dulden diese Maßnahme unter der Voraussetzung einer Überprüfung der anberaumten Kosten.

3) Anbringung eines Vollwärmeschutzes an den Fassaden
Wirkung und Nutzen eines Vollwärmeschutzes an den Fassaden des etwa hundert Jahre alten Altbaus zweifeln wir aus folgenden Gründen an:

Es handelt sich der Bausubstanz nach um ein brandgefährdetes Haus. Wärmedämmungen sind ihres strukturellen Aufbaus und ihrer Materialien nach Brandbeschleuniger. Bei der von Ihrer Mandantin vorgeschlagenen Wärmedämmung aus Hartschaum ist zu beachten, dass die im Brandfall entstehenden Schwelgase bzw. der schwarze Rauch neben Ruß ggf. auch gefährliche Zersetzungsprodukte wie Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Stickoxide und Styrol enthalten. Das Einatmen dieser Zersetzungsprodukte kann Gesundheitsschäden verursachen, Styrol kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege gar tödlich sein. Zum Schutze des Hauses ist der eventuelle — zum diesem Zeitpunkt nicht nachgewiesene — Energiespargewinn für uns daher zu vernachlässigen.

  • Es besteht eine erhöhte Schimmelgefahr, die Fassade des Hauses ist nach Norden ausgerichtet, was das Wachstum von Algen bei entsprechender Oberfläche begünstigt.
  • Ein Vollwärmeschutz an Fassaden ist oft nicht von langer Lebensdauer und ihre Entsorgung problematisch.
  • Die Dicke der Außenwände eines um die Jahrhundertwende errichteten Altbaus bedarf üblicherweise keiner weiteren Isolierung.

5) Einbau von 3­fach­Holz­Isolierglasfenstern und ­türen mit Dreh­Kipp­Mechanismus
Wir schlagen anstelle des neuen Einbaus von 3­fach­Holz­Isolierglasfenstern eine Instandsetzung der bereits vorhandenen, im Original erhaltenen Kastendoppelfenster vor. Das Kastendoppelfenster ist ein behaglicher Kompromiss aus guter Wärmeisolation und ausreichender Lüftung und bedarf keiner Auswechslung.
Wir bezweifeln zudem die in der Modernisierungsankündigung aufgezeigten Kosten von XXX,xx Euro monatlich für unsere Wohnung. Der Durchschnittswert für neu eingebaute 3­fach­Isolierglasfenster aus Holz liegt bei ca. 1700 Euro für ein Kastenfenster mit Oberlüftung. Die von Ihrer Mandantin aufgelisteten Kosten betragen bis zu 3844,80 Euro pro Fenster und sind damit eindeutig zu hoch.

6) Einbau einer zentral geregelten Wohnraumlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
Eine Wärmerückgewinnungsanlage gehört nicht zur üblichen Ausstattung. Ihr Nutzen ist Zweifelhaft, zudem besteht eine erhöhte Gefahr für Allergiker. Eine Wohnraumlüftungsanlage verbraucht zudem zusätzlichen Strom. Die Herabsetzung der Decke gefährdet den Charakter der Altbauwohnung in nicht geringem Maße und kann daher abgewisen werden.
Wir dulden diese Maßnahme nicht.

7) Einbau einer neuen Elektrosteigeleitung und Zentralisierung der Zähler
Der Einbau einer neuen Elektrosteigeleitung ist unserer Kenntnis nach eine Instandsetzung. Die Kosten dieser Maßnahme dürften daher nicht auf die Miete umgelegt werden. Die FI Schutzschalter sind vorhanden und die Zähler sind bereits zentralisiert.
Wir dulden die Umlegung der Kosten auf die Miete für diese Maßnahme nicht.

8) Einbau einer Videogegensprechanlage
Unsere Wohnung verfügt bereits über eine funktionierende Gegensprechanlage, eine Videosprechanlage zählt nicht zur üblichen Ausstattung einer Wohnung in unserem Bezirk.
Wir dulden diese Maßnahme nicht.

Zusatz: Die aufgelisteten Kosten für Baubetreuung und Architekten sind bei jeder Maßnahme zu hoch angesetzt. Wir bitten hier um eine Überprüfung der anberaumten Summen oder werden diese Kosten ggf. selbst überprüfen lassen.

Dem Grundriss mit der Übersicht zur Modernisierung aus Anlage 1 entnehmen wir, dass Kalt­ und Warmwasser­ sowie Zirkulationsstrang auf der gegenüberliegenden Seite der mit Wasser zu versorgenden sanitären Anlagen liegen. Dies ist uns unklar, hier wären wir über eine Erklärung der Situation dankbar.

Weitere Unklarheiten bestehen in der angegebenen Quadratmeterzahl des gesamten Wohnraums. Wurde die zusätzliche Wohnfläche des anberaumten Wohnraums im ausgebauten Dachgeschosses bereits hinzugefügt?

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